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Maurizio Pollini
© Mathias Bothor
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Herkulessaal

Maurizio Pollini

Klavierabend

  • Beethoven: Sonate Nr. 28 A-Dur op. 101
  • Beethoven: Sonate Nr. 29 B-Dur op. 106 „Hammerklavier“

Samstag, 12. November 2022

Herkulessaal
Tickets ab 55,– €

Preise (inkl. Vorverkaufsgebühr )
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Maurizio Pollini
Maurizio Pollini © Mathias Bothor / DG

Anfang des Jahres feierte Maurizio Pollini seinen 80. Geburtstag. Der Italiener zählt zu den größten Pianisten unserer Zeit. „Technisch ist er so perfekt wie vielleicht kein anderer. Dazu zurückhaltend im Auftreten, und doch ein Mann fürs Revolutionäre. Und für die Revolutionäre“, schreibt BR-Klassik. Der gebürtige Mailänder setzt sich wie kaum ein anderer Kollege am Klavier insbesondere für zeitgenössische Musik ein – und erhielt dafür 1996 den „Ernst von Siemens Musikpreis“. Nach München kommt Pollini mit einem klassischen Programm, das jedoch bereits den Weg hinein in die Romantik ebnete: Im Herkulessaal der Residenz werden im November Ludwig van Beethovens Sonaten Nr. 28 und 29 unter seinen Händen erklingen, die sich, wie alle späten Sonaten des Komponisten, den für diese Gattung üblichen formalen Konventionen verweigern und dadurch ihrer Zeit voraus waren. Beethoven – seine politischen Ideale wurden getäuscht, sein Gehör war verloren – scherte sich nicht mehr um Regeln oder Zwänge in Gesellschaft und Musik, ließ stattdessen seinen subjektiven Empfindungen freien Lauf. Womöglich war genau dieses Fließen der wahrhaftigen Emotionen der Weg hinaus aus der Lebenskrise zurück zum Licht: Seine von Brüchen und radikalen Umschwüngen geprägte Klaviersonate A-Dur op. 101 feiert am Ende das Leben – voll Witz und Lebensfreude, menschlich und transzendent.

Herkulessaal

Residenzstr. 1
80333 München