Lange Nacht des Streichquartetts

Castalian String Quartet
Quatuor Diotima

Prinzregententheater
Prinzregentenplatz 12
81657 München

Sa., 9. Mai 2020
19:00 Uhr

Lange Nacht des Streichquartetts
Castalian String Quartet
Quatuor Diotima
Meta4
Andreas Borregaard

Preise:
€69 | 60 | 52 | 44 | 36

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Castalian String Quartet, Streichquartett
Quatuor Diotima, Streichquartett
Meta4, Streichquartett
Andreas Borregaard, Akkordeon
Annekatrin Hentschel, Moderation

Die „Lange Nacht des Streichquartetts“ ist eine noch junge Münchner Tradition, die durch ihre besondere Konzentration eine außergewöhnliche Gelegenheit bietet, die Wahrnehmbarkeit der Gattung Streichquartett zu steigern und ihre Bedeutung in ein besonderes Licht zu stellen. Wenn sich mehrere Quartette, jedes für sich eine eigene künstlerische Persönlichkeit, für wenige Stunden an einem Ort sammeln, entsteht ein musikalisches Kaleidoskop, das diese Kunst in all ihren Facetten erlebbar macht. Drei herausragende Ensembles präsentieren mit einem Programm, das von Werken der klassischen Epoche bis hin zu Kompositionen des 20. Jahrhunderts reicht, den „Kosmos“ Streichquartett und zeigen dabei gleichzeitig jeweils ihre ganz persönliche und individuelle künstlerische Identität.
Verbunden werden die Darbietungen der drei Quartette durch ein Instrument, dessen Charakter und Klang sich von denen des Streichquartetts deutlich absetzen, diesmal durch den facettenreichen Klang des Akkordeons, das zwar gemeinhin als Straßeninstrument bekannt ist, aber weit darüber hinaus als ein anspruchsvolles klassisches Instrument weite Teile der Musikgeschichte geprägt hat. Andreas Borregaard wird mit seinem Akkordeon den Bogen von Bach bis hin zu einem gemeinsam mit einem der Quartette aufgeführten Stück spannen.

„Meta4“, eines der international erfolgreichsten finnischen Streichquartette, eröffnet die „Lange Nacht des Streichquartetts“. Die Formation, deren besonderes Charakteristikum ihre Programmgestaltung ist, war bereits mehrfach in München zu Gast. Im klassischen Repertoire ebenso wie in der Musik nordischer Gegenwartskomponisten zuhause, sind die vier Musiker wahre DJs, wenn sie aus diesem Repertoire eine Mischung zusammenstellen, in der viele relativ kurze Werke durch Improvisationen verbunden aneinandergereiht werden und so eine neue ganzheitliche Einheit ergeben. Kern ihrer Darbietung ist das 1834 entstandene Streichquartett in Es-Dur von Funny Hensel, geb. Mendelssohn Bartholdy. Ähnlich wie in einem Schmuckkästchen bettet „Meta4“ das Werk dieser neben Clara Schumann bedeutendsten Komponistin des 19. Jahrhunderts in ein Umfeld, dessen Werke aus der skandinavischen Gegenwartsmusik kommen und zwischen 2008 und 2010 entstanden.

Mit dem „Quatuor Diotima“ folgt ein französisches Quartett, das als eines der weltweit gefragtesten Ensembles unter den Streichquartetten als „Anwalt“ der Gegenwartsmusik und ihrer Komponisten gilt. Schon sein Name spiegelt die musikalische Doppelidentität des Quartetts: Das Wort „Diotima“ ist der deutschen Romantik entliehen – Friedrich Hölderlin gab in seinem Roman „Hyperion“ der Liebe seines Lebens diesen Namen – und bezieht sich durch Luigi Nonos Werk „Fragmente – Stille, an Diotima“ assoziativ zugleich auf die Musik unserer Zeit. Das „Quatuor Diotima“ hat sich der zeitgenössischen Musik verschrieben, ohne sich dadurch limitieren zu lassen. In ihren Programmen ermöglichen die Musiker durch die Verschmelzung von klassischen mit zeitgenössischen Stücken stets einen neuen Blickwinkel auf Werke der großen Klassiker. Heute präsentieren sie mit Bartóks großem Streichquartett Nr. 4 eines der zentralen Werke dieser „Langen Nacht des Streichquartetts“.

Das Castalian Quartet ist zweifellos ein Juwel unter den ganz jungen Streichquartetten. Hier sind es eine Finnin, eine Französin und zwei Engländer, die sich wiederum als DJs des Streichquartettes betätigen und als Schlusspunkt der „Langen Nacht des Streichquartetts“ u.a. Werke von Henry Purcell und Edvard Elgar präsentieren. Das Quartett ist heute in London beheimatet und versteht sein gemeinsames Musizieren als eine Reise, deren Ziel das Streichquartett ist, seine Homogenität, das bedingungslose einander Vertrauen seiner Mitglieder. Reale Stationen dieser imaginären Reise waren so gegensätzliche Schauplätze wie die Londoner Wigmore Hall und das Warren Hill-Gefängnis, die Carnegie Hall und der kolumbianische Regenwald. Der Name des Quartetts basiert auf der „Castalischen Quelle“ in der antiken Stadt Delphi. Der griechischen Mythologie zufolge verwandelte sich die Nymphe Castalia in eine Quelle, um Apollos Verfolgung zu entgehen und so zugleich zur Quelle poetischer Inspiration für all jene zu werden, die aus ihren Gewässern trinken ...

Konzert mit zwei Pausen | Ende ca. 23 Uhr

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